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Aerosmith im Hollywood Bowl: Zukunft der Band nach Tribute-Abend offen

Am ersten Abend der Reihe „California Dream On: Aerosmith & Friends“ spielten Aerosmith ein kurzes Abschluss-Set. Joey Kramer saß nur teilweise am Schlagzeug, zur Zukunft der Band äußerte sich Steven Tyler nicht.

· 2 Min. Lesezeit · 3 Quellen
Aerosmith B
Photo: Photographer's Mate 2nd Class Rob Rubio / Public domain / Wikimedia Commons

Aerosmith haben am 29. Oktober 2026 den ersten von zwei Abenden der Reihe „California Dream On: Aerosmith & Friends“ im Hollywood Bowl bestritten. Ob das Konzert ein Comeback oder ein Abschied war, ließ der Abend offen. Das berichtet Katherine Turman, die für den US-amerikanischen Rolling Stone schreibt, in einem Text, den Rolling Stone Deutschland veröffentlicht hat. Die Band aus Boston hat seit September 2023 kein vollständiges Konzert mehr gegeben, nachdem Sänger Steven Tyler eine Kehlkopfverletzung erlitten hatte.

Kramer nur teilweise am Schlagzeug

Viele hatten laut Turman erwartet, dass die Show die Rückkehr von Schlagzeuger Joey Kramer markieren würde. Rücken- und Herzoperationen sowie weitere gesundheitliche Probleme verhinderten jedoch seinen Einsatz über das gesamte Set. Dave Grohl übernahm „Toys in the Attic“, „Back in the Saddle“ und „Sweet Emotion“. Bei „Walk This Way“ spielte Kramer gemeinsam mit John Douglas. Für „Dream On“ rollten Helfer einen weißen Konzertflügel auf die Bühne, an dem Tyler saß.

Gitarrist Joe Perry holte seinen Hollywood-Vampires-Kollegen Johnny Depp für „Train Kept a Rollin’“ auf die Bühne. Vorgestellt wurde die Band von Liv Tyler und Alicia Silverstone, die aus dem „Crazy“-Video kamen. Liv Tyler fragte ins Publikum: „Träumen wir, oder ist das real?“

Tribute-Sets vor dem Hauptact

Der Abend bestand zunächst aus Hommagen anderer Künstler, moderiert von Bill Burr. Godsmack-Sänger Sully Erna eröffnete mit „Make It“ und „Lightning Strikes“, Warren Haynes spielte „Lord of the Thighs“ und „Walkin’ the Dog“. Sammy Hagar brachte „Helter Skelter“ und „Draw the Line“, Ann und Nancy Wilson von Heart „Janie’s Got a Gun“. Billy Idol und Steve Stevens spielten „Livin’ on the Edge“, Eric Church „Rag Doll“ und „I Don’t Want to Miss a Thing“. Turman nennt die Wilson-Schwestern einen klaren Höhepunkt, Hagars „Helter Skelter“ dagegen fehl am Platz.

Das Niveau stieg nach ihrer Einschätzung mit den Black Crowes, die „Let the Music Do the Talking“, „Nobody’s Fault“ und „Chip Away the Stone“ spielten. Guns N’ Roses, die Aerosmith 1988 auf der „Permanent Vacation“-Tour begleitet hatten, übernahmen „Seasons of Wither“, „Combination“ und „Last Child“ und ergänzten sie um „Welcome to the Jungle“ und „Paradise City“. Das Cover „Mama Kin“ ließen sie aus.

Offene Zukunft

Nicht aufgetreten sind Run-DMC sowie Mitglieder von Alice in Chains, Tom Morello und Marcus King, die in der Konzertankündigung genannt worden waren. Die Show war ausverkauft. Fans, die das Konzert verließen, sagten laut Turman: „Man nimmt, was man kriegen kann“, die Zukunft der Band sei „noch offen“. Tyler selbst gab keine Auskunft, ob nach dem zweiten Auftritt am 1. November weitere Konzerte folgen.

Turman verweist auf Black Sabbaths „Back to the Beginning“-Show in Großbritannien 2025, bei der Tyler mit einer Allstar-Band drei Songs gesungen hatte.

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