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Bob Dylan in Flensburg: Neue Gitarristen, umgebaute Songs beim Deutschland-Auftakt 2026

Beim ersten Deutschlandkonzert des Jahres spielte Bob Dylan in Flensburg mit zwei neuen Gitarristen und stellte Klassiker neu auf. Das schildert Rolling Stone Deutschland.

· 2 Min. Lesezeit · 1 Quelle
Bob Dylan
Raph_PH / CC BY 2.0

Bob Dylan hat sein erstes Deutschlandkonzert des Jahres 2026 in Flensburg gespielt. Rolling Stone Deutschland veröffentlichte am 23 Oktober 2026 einen Konzertbericht von Maik Brüggemeyer. Die folgende Zusammenfassung stützt sich ausschließlich auf diese Schilderung. EILISH war nicht vor Ort.

Neue Band, neue Bühnenpräsenz

Auftritt war laut Bericht in einer Mehrzweckhalle. Dylan betrat die Bühne mit Kapuze, als die Band bereits einige Minuten „To Be Alone With You“ spielte. Brüggemeyer beschreibt, dass der inzwischen 85-Jährige sein Mikrofon bei einer ausgefeilten Abfolge aus Sitzen, Aufstehen, Vorbeugen und Wegdrehen oft verfehlte oder zur Seite schob. Teile des Gesangs seien deshalb kaum zu verstehen gewesen. Die Band habe dem staunend zugesehen.

Neu dabei sind die Gitarristen Joel Paterson und Mike Seal. Seal stand demnach rechts von Dylan und wurde von ihm besonders aufmerksam geführt: mit Zeichen, Pfiffen und Antreiben. Am Schlagzeug saß Anton Fig, am Bass Tony Garnier.

Klassiker in anderer Gestalt

Der erste Teil des Abends fiel dem Bericht zufolge zurückhaltend aus. Dylan spielte Klavier und legte „Blind Willie McTell“ als Trauermarsch an, „It Ain’t Me Babe“ als Walzer und „Tryin’ To Get To Heaven“ als Rezitativ. In „False Prophet“ wechselte er so oft die Richtung, dass die Band Zeit brauchte, ihm zu folgen. Dann habe der Song plötzlich gegroovt, und Seal erhielt für ein Solo Szenenapplaus.

Das Bo-Diddley-Cover „I Can Tell“ beschreibt Brüggemeyer als Stück, das Dylan selbst in die Beine ging. „Black Rider“ wurde zu swingendem Bar-Jazz. Der Autor meint, diese Musik gehöre eher in dunkle Kellerclubs, wie Dylan sie 2021 im Konzertfilm „Shadow Kingdom“ nachgestellt habe, als in eine solche Halle. „Tangled Up In Blue“ erschien verkürzt als fragile, impressionistische Klavierballade. „Girl From The North Country“ sang Dylan weitgehend ohne Band.

Im weiteren Verlauf nennt der Bericht unter anderem „When I Paint My Masterpiece“, das mit Mundharmonika eingeleitet wurde, sowie „Crossing The Rubicon“, „Spirit On The Water“ und „Soon After Midnight“.

Freilauf zum Schluss

Bei den letzten vier Stücken habe Dylan die Band von der Leine gelassen. Paterson und Seal spielten „Under The Red Sky“ mit voller Kraft, Fig und Garnier ließen den Song swingen. Es folgten „I’ve Made Up My Mind To Give Myself To You“ und „Goodbye Jimmie Reed“, in dem Seal dem Namensgeber huldigen durfte. Den Abschluss bildete „I Shall Be Released“, begleitet von Dylans Mundharmonika. Brüggemeyer urteilt, Dylan habe das mit 26 Jahren geschriebene Stück als 85-Jähriger in Flensburg vollendet.

Zu weiteren Terminen der Deutschlandreise enthält die Quelle keine Angaben.

Quellen

Mit KI-Unterstützung von der Redaktion erstellt.

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