Songwriter verklagt Drake und UMG wegen des Refrains von 'Janice STFU'
Aviel Calev Hirschfield behauptet, der Refrain der Nummer-1-Single stamme von einem Demo, das er im Januar 2026 fertiggestellt habe. Ein Sprecher des Rappers weist die Vorwürfe zurück.

Songwriter Aviel Calev Hirschfield hat vor einem Bundesgericht in Los Angeles eine Urheberrechtsklage wegen des Refrains von 'Janice STFU' eingereicht. Er wirft dem Song vor, auf einem Demo zu basieren, das er im Januar 2026 fertiggestellt habe. Laut Music Business Worldwide wurde die Klage am 16. Oktober 2026 eingereicht. Beklagt sind Drake, sein Label OVO Sound, UMG Recordings und Universal Music Publishing.
Ein Sprecher des Rappers erklärte gegenüber TMZ, die Vorwürfe seien „kategorisch, unmissverständlich und vollständig zurückgewiesen“. Music Business Worldwide berichtet, man habe UMG um eine Stellungnahme gebeten.
Was die Klageschrift behauptet
Hirschfield lebt in Portland, Oregon, und veröffentlicht seine Musik unter dem Namen GoodbyeCalev. In der Klageschrift wird er als Grammy-prämierter Hip-Hop-Künstler, Produzent und Toningenieur beschrieben, der vor allem durch die Produktion und Mitkomposition von 'Heated' aus Beyoncés Album Renaissance bekannt ist.
Der Klageschrift zufolge entstand die Idee für den Refrain 2025, als auf einer Fahrt nach Seattle Lykke Lis 'I Follow Rivers' lief. Über einen Instrumentalteil des Produzentenduos FnZ, bestehend aus Michael Mulé und Isaac De Boni, habe er dann einen neuen Text und eine neue Melodie geschrieben. Die Aufnahme habe er am oder um den 25. Januar 2026 in seinem Heimstudio abgeschlossen. Anschließend habe er sie an FnZ und weitere Produzenten aus dem Umfeld des Rappers geschickt.
'Janice STFU' erschien am 15. Mai 2026 als Teil des Albums Iceman. Die Klageschrift behauptet, der Refrain sei in Text, Melodie und Rhythmus „wortwörtlich identisch“ mit dem Demo. Außerdem wird behauptet, Hirschfields Manager habe den Vertretern des Rappers die originalen Aufnahmespuren mit intakten Metadaten übergeben, diese hätten seine Urheberschaft aber weiterhin nicht anerkannt. Dabei handelt es sich um Behauptungen in einer Gerichtsakte, die bislang nicht überprüft wurden.
Die Zurückweisung und der Zeitablauf
Der Sprecher sagte gegenüber TMZ außerdem: „An diesen Vorwürfen ist nicht ein Funken Wahrheit.“ Die Klage bezeichnete er als „konstruierten und haltlosen Versuch“, den Namen des Rappers auszunutzen.
Hirschfield behauptet nicht, das Demo direkt an den Rapper geschickt zu haben. Die Klageschrift geht vielmehr davon aus, dass der Zugang über FnZ und die anderen Produzenten erfolgte.
Music Business Worldwide weist darauf hin, dass eine frühe Version des Songs, damals noch unter dem Titel 'That's Just How I Feel', am 4. September 2025 in einem Livestream vorgestellt wurde. Die Klageschrift gibt hingegen an, der Refrain sei zwischen Dezember 2025 und Januar 2026 entstanden. Das Portal ergänzt, dass eine Transkription der Vorschau durch Capital XTRA den umstrittenen Refrain offenbar nicht enthält.
Der Track interpoliert 'I Follow Rivers'. Lykke Li hat diese Verwendung laut demselben Bericht nach der Veröffentlichung gegenüber Rolling Stone thematisiert.
Was Hirschfield fordert
In der Klage wird kein Schadensbetrag genannt. Verlangt werden tatsächlicher Schaden und Gewinne oder alternativ gesetzlicher Schadensersatz von bis zu 150.000 US-Dollar pro Werk bei vorsätzlicher Verletzung, dazu Anwaltskosten. Das Gericht soll weder eine Songwriter-Nennung anordnen noch die Entfernung des Songs von Streaming-Diensten verfügen.
Music Business Worldwide weist darauf hin, dass das US-Urheberrecht gesetzlichen Schadensersatz und Anwaltskosten im Allgemeinen ausschließt, wenn die Verletzung eines unveröffentlichten Werks vor dessen Registrierung begann. Die Registrierung des Demos wurde am 21. Juli 2026 wirksam, also nach der Veröffentlichung des Songs.
Der Klageschrift zufolge hat der Track mehr als 300 Millionen Streams auf Spotify erreicht. Music Business Worldwide berichtet, dass er auf Platz 1 der Billboard Hot 100 debütiert hat.
Quellen
Mit KI-Unterstützung von der Redaktion erstellt.
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