Raye gewinnt den Mercury Prize 2026 mit THIS MUSIC MAY CONTAIN HOPE
Die Sängerin Raye hat in Newcastle den mit 25.000 Pfund dotierten britischen Albumpreis erhalten. Ausgezeichnet wurde ihr zweites Studioalbum, das 73 Minuten dauert.

Raye hat den Mercury Prize 2026 gewonnen. Die Auszeichnung erhielt sie für ihr zweites Studioalbum THIS MUSIC MAY CONTAIN HOPE, die Verleihung fand am Donnerstagabend, dem 22. Oktober 2026, in der Utilita Arena in Newcastle statt. Das berichtet das Musikexpress. Der Preis ist mit 25.000 Pfund dotiert.
Die Sängerin setzte sich laut Musikexpress gegen elf weitere nominierte Alben durch. Genannt werden Paul McCartneys THE BOYS OF DUNGEON LANE, Olivia Deans THE ART OF LOVING und Suedes ANTIDEPRESSANTS.
Dankesworte und Auftritt
Nach Angaben von Musikexpress nahm die 28-Jährige die Trophäe sichtlich überwältigt entgegen. Zitiert wird sie mit den Worten:
„Ich kann gar nicht sagen, wie dankbar ich bin, das hier in den Händen zu halten“
Danach spielte sie „I Hate The Way I Look Today“ gemeinsam mit einer Big Band.
Ein Album in vier Abschnitten
THIS MUSIC MAY CONTAIN HOPE hat 17 Stücke und dauert 73 Minuten. Musikexpress beschreibt es als ein in vier Abschnitte gegliedertes Werk, das Jazz, Soul, R&B, orchestralen Pop und klassische Elemente mit dem Glamour alter Hollywood-Musicals verbindet. Inhaltlich geht es um Liebeskummer, Selbstzweifel und die Möglichkeit eines Neuanfangs. Die Single „Where Is My Husband?“ wurde laut dem Bericht zum Hit, „Click Clack Symphony“ entstand gemeinsam mit dem Filmkomponisten Hans Zimmer.
Musikexpress liest die Länge des Albums als Statement im Zeitalter von Spotify und Co. und vermutet, dass dies bei der Jury eine Rolle gespielt haben könnte. Eine Begründung der Jury selbst gibt der Bericht nicht wieder; es bleibt bei dieser Einschätzung des Magazins. Einen direkten Bezug zum deutschen Markt stellt die Quelle nicht her.
Raye und der Preis
Raye heißt mit bürgerlichem Namen Rachel Keen. Laut Musikexpress stritt sie sich 2021 öffentlich mit ihrem damaligen Label, weil sie ihre Musik nicht wie gewünscht veröffentlichen konnte. Nach der Trennung gelang ihr 2023 mit dem Debüt „My 21st Century Blues“ der Durchbruch. Bei den Brit Awards 2024 gewann sie sechs Preise.
Der Mercury Prize wurde 1992 als Alternative zu stärker kommerziell ausgerichteten Auszeichnungen gegründet. Er würdigt nach Darstellung des Magazins musikalische Eigenständigkeit und künstlerische Leistung. Zu den früheren Gewinnern zählen Pulp, Portishead, PJ Harvey, Arctic Monkeys und Little Simz. Im Jahr 2025 ging der Preis an Sam Fender für PEOPLE WATCHING.
Quellen
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