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Interscope verklagt Summer Walker auf 50 Mio. Dollar wegen angeblich geschuldeter Alben

Interscope Records hat in Los Angeles Klage eingereicht und behauptet, Summer Walker schulde zwei Studioalben und eine EP, nachdem sie sich auf Kaliforniens Siebenjahresregel berufen hat, um ihren Vertrag von 2017 zu beenden.

· Aktualisiert · 2 Min. Lesezeit · 2 Quellen
Summer Walker
Photo: @DukeFilmzz / CC BY 4.0 / Wikimedia Commons

Interscope Records hat beim Superior Court von Los Angeles County eine Klage über 50 Mio. Dollar gegen Summer Walker eingereicht. Das Label behauptet, die R&B-Sängerin schulde ihm noch zwei Studioalben und eine EP, nachdem sie ihren Plattenvertrag von 2017 nach Kaliforniens Siebenjahresregel beenden wollte. Laut Berichterstattung von Digital Music News wurde die Klage am Freitag, dem 9. Oktober 2026, eingereicht.

Interscope, ein Imprint von Universal Music, erklärt, die Einreichung sei nötig gewesen, um eine gesetzliche Frist einzuhalten. Walkers Anwalt sagt, seine Mandantin sei zuversichtlich, was ihre rechtliche Position angeht, und wolle den Anspruch verteidigen.

Was Interscope als geschuldet ansieht

Der Rechtsstreit dreht sich darum, wie Walkers Veröffentlichungen gezählt werden. Interscope argumentiert, dass zwei frühere Projekte, Last Day of Summer und CLEAR, „Pre-Album-Projekte“ seien und daher nicht auf ihre Verpflichtung angerechnet würden. Nach dieser Darstellung zählen nur drei Veröffentlichungen: Over It (2019), Still Over It (2021) und Finally Over It (2025). Auf dieser Grundlage seien noch zwei Studioalben und eine EP offen.

Der Bericht nennt nicht, wie viele Alben der Vertrag insgesamt vorsieht. Er enthält zudem keine Stellungnahme von Walkers Seite dazu, wie Last Day of Summer und CLEAR einzuordnen sind.

Die Siebenjahresregel und die Novelle von 1987

Digital Music News beschreibt die Siebenjahresregel als Bestandteil eines Gesetzes von 1944, das es einer Person erlaubt, einen Vertrag über persönliche Dienstleistungen nach sieben Jahren zu verlassen. Die Klageschrift verweist auf ein Schreiben der Anwälte Walkers vom 27. August, in dem der Vertrag auf Grundlage dieses Gesetzes als nicht mehr durchsetzbar erklärt wurde.

Interscope stützt sich auf eine Novelle von 1987, die laut Bericht Labels erlaubt, Klage wegen nicht gelieferter Alben zu erheben, wenn Künstler die Siebenjahresregel geltend machen. Diese Novelle sieht eine strikte Frist von 45 Tagen vor, und das Label erklärt, die Klage sei eingereicht worden, um diese Frist einzuhalten. Ein Sprecher von Interscope sagte:

„Wir hoffen weiterhin, dass unser laufender Austausch zu einer einvernehmlichen Lösung führt, doch die gesetzliche Frist macht es notwendig, Klage zu erheben, um die Bedingungen unseres Vertrags zu wahren.“

Der Sprecher fügte hinzu, dass das Label „großen Respekt vor Summer und ihrer Musik“ habe und „die Gelegenheit begrüßen würde, unsere erfolgreiche Partnerschaft fortzusetzen“.

Widersprüchliche Darstellungen des Deals

Walkers Anwalt Keith Moten sagte, man sei enttäuscht, dass Interscope sich für einen Rechtsstreit entschieden habe, bleibe aber „zuversichtlich, was Summers rechtliche Position und ihr Recht angeht, die fortdauernde Durchsetzbarkeit ihres Plattenvertrags anzufechten“. Er fügte hinzu, Walker beabsichtige, sich „entschieden gegen die Ansprüche von Interscope zu verteidigen und angemessene rechtliche Schritte einzuleiten“.

Moten bezeichnete den Deal als äußerst restriktiv, mit niedrigen Vorschüssen und einer stark an Bedingungen geknüpften Tantiemenrate von 16 Prozent. Interscopes Position lautet laut Bericht, die Bedingungen seien für einen Künstler in einer früheren Karrierephase festgelegt worden, und das Label habe stark in den Aufbau ihrer Karriere investiert.

Ein Gerichtstermin oder eine Entscheidung wurde nicht gemeldet. Vorerst dreht sich der Streit um zwei widersprüchliche Lesarten desselben Vertrags: Walkers Ansicht, dass er nicht mehr durchsetzbar ist, und Interscopes Ansicht, dass nicht gelieferte Veröffentlichungen ihn am Leben halten.

Quellen

Mit KI-Unterstützung von der Redaktion erstellt.

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